Ideen

Hier könnt ihr Ideen als Kommentar hinzufügen. Toll wäre ein Verweis auf eine weiterführende Internetseite. Wir versuchen dann, die eingegangenen Vorschläge zu strukturieren und auf der Projektseite in (Meta-)Projekten zu sammeln. Schaut auch dort mal rein, ob eure Idee vielleicht schon dabei ist.

Wir planen, auch bald ein Wiki aufsetzen, um gemeinsam Ideen detaillieren zu können. Wenn ihr dabei helfen wollt – gern!

26 Kommentare bisher.

  1. Nicht als Soforthilfe, aber als Beitrag zur Linderung der schlimmen Situation auf dem Weg nach Europa: das Onlineasyl. Niemand sollte sich in Lebensgefahr begeben müssen, um einen Asylantrag auszufüllen und einer Befragung zu stellen. Damit nicht nur die stärksten, die mit Geld für Schlepper und starken Ellenbogen, es zu uns schaffen, sondern der Schutz jene erreicht, die ihn am meisten brauchen. Schaffen wir die Möglichkeit, online einen Asylantrag zu machen. Was das heissen könnte konkret, können wir ganz unabhängig von grosser Politik jetzt prototypen.

    Anstoss zum Vorschlag: http://switzerland.asylum.online

  2. Conrad sagt:

    Hallo,

    Ich würde gerne eine Idee vorschlagen, die ich gerade mit einem Freund entwickelt habe:

    Wie wäre es, wenn wir Flüchtlinge mit Locals zusammenbringen, indem Locals sie zum Abendessen einladen können. Es wäre eine Art Matching Plattform in der Leute Abendessen anbieten und Flüchtlinge sich anmelden können. Einfach ist Trumpf.

    Es geht dabei darum, dass sich die Flüchtlinge wieder etwas wie normale Menschen fühlen können indem sie richtiges gutes Essen essen. Die soll sie moralisch aufbauen. Auch gibt es einen interkulturellen Austausch und den sehr wichtigen persönlichen Kontakt.

    Die Plattform wäre wohl Orts basiert und sehr spontan. Das einzige Problem wäre wie die Flüchtlinge zu dem Abendessen kommen (mit Öffis?)

    Wie wäre eine offene Ideenliste für so etwas online?

    Grüße
    Conrad

  3. Matthias sagt:

    Ein Portal, das die Sachmittelbedarfe von dezentral organisierten, freiwilligen Initiativen mit der großen Spendenbereitschaft der Bevölkerung zusammenbringt, indem es Bedarfe durch „Vernetzung“ bündeln kann, koordinierte Kommunikation ermöglicht und zur Koordination der Spendenaufrufe eng in soziale Netzwerke integriert ist.

    Freiwillige Helferzellen können ihren Bestand und Bedarf an Kleidung, Medikamenten, Hygieneartikeln, Essen usw. einstellen. Durch Anschluss an Dach-Initiativen werden die Bedarfe aller Helferzellen dorthin weitergegeben und automatisch aggregiert. So können Bedarfe und Überbestände schnell intern ausgeglichen werden.

    Jede Initiative kann eine öffentliche Seite mit Sachspenden-Aufrufen freischalten. Bei Bedarf kann jede Initiative dort ihre offenen Bedarfe (z.B. 800 Schlafsäcke) veröffentlichen und gleichzeitig über soziale Netzwerke zu Sachspenden aufrufen. Bürger können auf der Seite ihre Spende ankündigen (bis wann bringe ich wieviel wovon wohin?) und können die Spende gleichzeitig per Post in sozialen Netzwerken ihren Freunden und Followern mitteilen, um den Spendenaufruf damit weiterzutragen. Auf der Seite ist immer aktuell ersichtlich, wieviele Spenden angekündigt wurden und wieviele bereits eingegangen sind.

    Die Anwendung muss auf Smartphones bedienbar sein, da meist nur diese zur Verfügung stehen. Es muss leicht möglich sein, zusätzliche Benutzer für den internen Bereich einer Helferzelle zu berechtigen. Spender sollten sich nicht registrieren müssen, bevor sie in Interaktion treten können. Anschluss und Abspaltung von Zellen/Initiativen zueinander müssen jederzeit problemlos möglich sein, um stets eine selbstorganisierte, dezentrale Umorganisation zu ermöglichen.

  4. Matthias sagt:

    Wie wir nun wissen, haben die meisten Flüchtlinge ein Smartphone. Dank Freifunk gibt’s auch mehr und mehr kostenloses WLAN in den Unterkünften. Leider müssen Flüchtlinge sehr viel Zeit mit Warten verbringen, bevor die offiziellen Integrationsmöglichkeiten überhaupt in greifbare Nähe kommen. Wie wäre es also mit einer kostenlosen App, die nicht einfach ein Wörterbuch, sondern gleich einen speziellen Einsteiger-Sprachkurs für Flüchtlinge bietet?

    Die eigentliche Idee ist aber, als Basis dafür eine Plattform zu entwickeln, mit deren Hilfe die Lernkapitel, Audiobeispiele, Übersetzungen usw. als gemeinfreie Inhalte gecrowdsourced werden können. Viele Leute möchten sicherlich auch „vom Schreibtisch“ aus helfen und Zeit bzw. ihr Sprachwissen spenden.

  5. Sven Anders sagt:

    Flüchtlinge bekommen jede Menge Behördenpost in Deutsch. Wie wäre es mit einer App, wo ein Flüchtling die Behördenpost hochladen kann und dann sich ein ehrenamtlicher das ansehen kann, übersetzen kann und den Flüchtling helfen kann.

    Die Anwendung könnte evtl. später durch OCR etc. schon feststellen: „Ah das ist eine Bescheid vom Sozialamt, da muss man sich Mo um 7 Uhr melden und folgende Unterlagen mitbringen…“.

    Schön wäre auch ein Online Dolmetscher. Also der Flüchtling ist in irgend einem Amt und braucht jemanden der Deutsch – Arabisch übersetzt. Er startet eine App und ein Dolmetscher der sich in der Cloud gemeldet hat bekommt einen Anruf.

  6. Christian Schröder sagt:

    Ich habe aus meiner eigenen Erfahrung noch zwei Projektvorschläge einzubringen, welche die Nachhaltigkeit der Flüchtlingshilfe betreffen:

    1. Eine kontinuierliche Onlineumfrage unter ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern um einen kontinuierlichen kreisweiten Qualitätsindex aufzustellen. Ich habe bereits Entwürfe für die Fragebögen verfasst. Das Ergebnis ist dann u.A. eine übersichtliche Karte, auf denen dann die Qualität der Rahmenbedingungen für Flüchtlingshelfer sichtbar gemacht wird. Das Projekt könnte Fluechtlingshelfer.org heissen (Domäne gehört mir, es ist aber noch nichts hinterlegt).

    2. Es gibt sehr viel Missbrauch von Asylleistungen, und zwar nicht primär von Flüchtlingen – sondern von privaten Unterkunftsbetreibern etc. Ich habe da auch eine Vielzahl von kriminellen und rassistischen Vorfällen erlebt, die leider schwer justiziabel sind. Deshalb wäre eine Whistleblowing-Plattform für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer eine sehr gute Idee. Dies könnte mit Fluechtlingshelfer.org kombiniert werden.

  7. Max sagt:

    Sollte es WLAN in Flüchtlingsheimen geben und das auch noch in der Breite funktionieren, wäre eine Standardseite (z.B. via Proxy) sinnvoll, die grundsätzliche Infos anbietet. Alternativ kann über Spenden ein Flyerdruck organisiert werden.

    Die Idee wäre – ähnlich Rechtshilfetipps bzw. Flyern zum Verhalten auf Demos – Infos zu präsentieren, die KURZ und KNAPP in allen dafür relevanten Sprachen Einblicke gewährt in:
    – Wo bin ich (Ort, Region Land, Grundgesetz, Rechte, Kultur)
    – Welche direkten Ansprechpartner vor Ort gibt es (Versorgung, Organisation, sonst. Hilfe – medizinisch, rechtlich)
    – Wie ist die Rechtslage, wie sieht das Standardprozedere aus
    – Welche Plattformen kann ich selbst online nutzen

    Ich vermute, dass so etwas nicht Standard ist, wäre aber als Orientierungshilfe unbedingt sinnvoll. Dazu sind größtenteils Inhalte und Übersetzer notwendig, keine überspezialisierten Portale.

    • Hi Max,

      wir von Wefugee sind gerade dabei solche Flyer zu erstellen. Eine Art „First Steps“ mit den wichtigsten Informationen, Adressen und Ansprechpartnern.
      Allerdings würden wir die ersten Flyer für Berlin (und danach Köln & Bonn) schon diese Woche drucken lassen. Wer noch Informationen hat, was drauf soll: Immer her damit :)

      Ganz liebe Grüße,
      Conny

    • Daniel Kehne sagt:

      Da gibts es eine App, die lokale und globale Informationen zusammenbringt und wo auch lokale Initiativen mitwirken können, um z.B. auch Veranstaltungen einzutragen. Das ganze ist mehrsprachig und startet im November in Augsburg bzw. in den nächsten Monaten auch in weiteren größeren Städten.

      Gemeinnützig. Unkommerziell und kostenlos. Einfach mal Kontakt aufnehmen, wenn man eine kleinere Gemeinde / Stadt ist!

      http://www.refguide.eu

  8. Hanna sagt:

    PATEN für FLÜCHTLINGE (Sortierung nach Stadt/Stadtteilen)

    Keine monatliche Geldspende, sondern:

    Unterstützung des Paten: Stadt zeigen, vllt. mal zum Essen einladen, Kultur, Orte und Sprache zeigen, falls Kleidung/Essen/oa übrig ist, kann dies angeboten werden, damit können auch Leute helfen, die nicht finanziell helfen können, aber auch so ist doch nicht nur Geld wichtig, sondern auch das Miteinander.

  9. Marc sagt:

    Hallo Leute,

    Ich hatte wie vidle andere auch bereits vor Wochen die Idee eine Website zu erstellen, die Flüchtlinge und Helfer zusammenbringt. Leider habe ich sehr wenig Zeit, sodass ass es schwer fällt das Projekt umzusetzen. Daher war ich froh über den Artikel von Rangar Yogeshwar in der FAZ, in dem er euren hackathon zum Thema Flüchtlinge ankündigte. Ich hatte zusammen mit einem Kumpel schon ein Etherpad erstellt und ein paar Ideen gesammelt. Ich lasse das einfach mal hier und hoffe ihr bekommt ein paar Anregungen. https://piratenpad.de/p/Flüchtlingsportal
    Grüße und euch viel Erfolg.

  10. Michael sagt:

    Evtl. können wir dieses Projekt hier mit unterstützen: http://refugeesonrails.org/

  11. kiwimon sagt:

    Meine Idee:

    Da relativ viele Flüchtlinge nach geraumer Zeit wieder abgeschoben werden sollen, sollte eine Kommunikationsplatform geschaffen werden, über die Flüchtlinge anstehende Abschiebungstermine kommunizieren können.
    Diese Termine werden dann an Unterstützer in der Stadt per eMail & SMS automatisch weitergesendet, so dass diese die Möglichkeit haben die Abschiebung zu blockieren und zu verhindern.

    Solche Blockaden sind vor Allem wegen Abschiebungen auf Grund der Dublin-Verordnungen sinnvoll und oft erfolgreich( http://www.taz.de/!5029513/ ).

    Zusätzlich könnte noch eine Notfall-Funktion für Hilfe bei rassistischen Angriffen eingebaut werden um Auschreitungen wie in Heidenau schnell kommunizieren zu können.

    Grüße

  12. Markus sagt:

    In den Medien wird gerne das Bild gezeichnet, dass fast jeder Flüchtling ein Smartphone hätte. Da ich in einem Jugendamt tätig bin das unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge betreuut weiß ich aber, dass diese Behauptung Blödsinn ist. Ein 16jähriger aus Somalia hat in der Regel kein Handy.

    Meine Idee: Eine Initiative / Webseite „Smartphones for Refugees“ an die man sein ausrangiertes aber funktionsfähiges Smartphone (nicht älter als 5 Jahre) schicken kann. Ein Hardware Team checkt die Geräte und spielt sinnvolle Apps drauf.

  13. Markus sagt:

    Noch ein Vorschlag:
    Entwickelt doch einen Launcher für Android der Flüchtlinge mit einer Guided Tour durch die wichtigsten Informationen führt und die (hoffentlich beim Hackathlon neu entwickelten Apps) drauf spielt.

  14. Jörg Marx sagt:

    Idee ist die Entwicklung einer App zur Unterstützung der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen (Screening, Questionnaires, Kommunikation/Übersetzung), insbesondere für das Screening, die Diagnostik und eine frühzeitige internetbasierte Therapieunterstützung von Traumafolgestörungen / Posttraumatischem Belastungssyndrom (Telemental Health).

    Dazu lässt sich auf Entwicklungen in den USA zurückgreifen: Seit 2010 wurden dort 21 mobile Applikationen zur psychologischen Selbsthilfe und zur Therapieunterstützung für Soldaten und Veteranen mit PTSB entwickelt (hinzukommen zwei Apps aus Australien und Kanada):
    http://www.ptsd.va.gov/public/materials/apps/

    Vom 25. Bis 27. September findet ein Hackathon for PTSD in Washington statt:
    http://www.hackdc.com/
    Bericht dazu in der Washington Post:
    http://goo.gl/3cKpG6
    Weitere Orientierung gibt das Syrian Telemental Health Network in Großbritannien:
    http://www.stmh.net/english-1/#about-us

    Ansprechpartner in Deutschland dürften die Behandlungszentren für Flüchtlinge und Folteropfer sein:
    http://www.baff-zentren.org/
    Ferner die Bundespsychotherapeutenkammer:
    http://www.bptk.de/ (deren PM vom 16.09.2015: http://goo.gl/WrNpFP)
    Und die im Juli gegründete Initiative „Sprachmittlung im Gesundheitswesen“:
    http://goo.gl/LW1Gvg

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